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Billigangebote sind keine Lösung

 

Fachgruppentagung Holz der EUROBAUSTOFF in Köln

 

Bad Nauheim, den 30.11.2009 - Die Fachgruppe Holz der EUROBAUSTOFF Handelsgesellschaft mbh & Co. KG tagte turnusgemäß auf Einladung des Fachbereichsleiters für Holz/Bauelemente im Großhandel, Wolf Hasenclever, am 9. November in Köln. Thema war zunächst der Bericht zur Markt- und Umsatzentwicklung. So verbucht die Fachgruppe Holz der EUROBAUSTOFF per Oktober im Großhandel ein Umsatz-Minus von 4,66 Prozent, im Einzelhandel jedoch ein Plus von 4,09 und schneidet damit insgesamt weit besser ab als die übrigen Gesellschafter der Kooperation in diesem Produktbereich. Der Umsatzanteil der Fachgruppe beträgt über 45 Prozent am Gesamteinkaufsvolumen Holz der Kooperation.

 

Die Marktentwicklung sei entscheidend geprägt von einem ruhigen ersten Halbjahr und dem ungewöhnlich langen Winter, resümierte Wolf  Hasenclever. Die rückläufige Bautätigkeit führte zu Absatzrückgängen bei der Industrie und in der Folge zu Überkapazitäten.

 

In dem Sortimentsbereich Sperrholz kämpft die Branche derzeit mit einem Anstieg der Frachtkosten, langen Lieferzeiten aufgrund von Stilllegungen in den Häfen (Brasilien) und Preiserhöhungen, die die Vorteile der Zollfreiheit zunichte machen. Auf dem asiatischen Markt liege die Verfügbarkeit bei vier bis sechs Wochen, der Bereich der Verpackungsware sei nahezu zusammengebrochen.

 

Die Experten der EUROBAUSTOFF empfehlen den Mitgliedern angesichts der schwierigen Preiseruierung lediglich den aktuellen Bedarf und die Lieferfähigkeit für das erste Quartal 2010 zu sichern. Auch im Bereich Holz Einzelhandel sei der Markt von Überkapazitäten geprägt, betonte Hasenclever, der davor warnte, der Flaute durch Billigangebote zu begegnen. „Wenn der Bedarf nicht da ist, nutzt auch kein Billigangebot etwas.“

 

Sägewerkbetreiber innerhalb der Fachgruppe litten unter dem geringeren Einschlag von Frischholz durch den Forst. Positive Stimmen kamen von Seiten der Lager führenden Großhändler, die sich erleichtert zeigten angesichts des Preisanstiegs zum Herbst. Andere Unternehmen bauten derzeit auf ihre Objektabteilungen, die Dank des Konjunkturpaketes II von der Sanierung und Modernisierung von öffentlichen Gebäuden wie Schulen und Kindergärten profitierten.

 

Verschärft hat sich das Problem der Zahlungsmoral. So beklagten die Unternehmer einhellig das Verhalten der Banken, die den Kunden rieten, sich ihren Warenkredit bei den Fachhändlern direkt zu holen. Unter Berücksichtigung der schwierigen Marktlage ist es umso erfreulicher, dass auf der Basis der vorliegenden Umsätze per Ende Oktober und einer daraus resultierenden Hochrechnung zum Jahresende sämtliche Mitglieder die Kriterien der Fachgruppe erfüllen und die Runde unverändert bleibt. Von großem Interesse sind die Themen Thermoholz und Holzfasern, beides Produkte, die Umsatz und Ertragszuwächse ermöglichen.

 

Der nächste Fachgruppentag findet am 29. April 2010 in Hannover statt. Im Anschluss an die Tagung wird zum Fachgruppenabend mit den Toplieferanten eingeladen. Für das neue Jahr plant die Fachgruppe eine Skandinavienreise.